Dämmtausch ohne Faserstress (TRGS 521)

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Warum alte Dämmstoffe heute ein gesundheitliches Risiko darstellen

KMF wie Glas- oder Steinwolle wurden jahrzehntelang als Dämmstoff eingesetzt. Besonders in Altbauten der 1960er bis 1990er Jahre findet man sie in Zwischendecken, Dachböden, Hohlräumen oder Installationsschächten. Moderne Mineralwolle ist heute unbedenklich – doch ältere Produkte können Faserstäube freisetzen, die Haut, Augen und Atemwege reizen. Dieses Risiko steigt besonders bei Arbeiten, bei denen Dämmungen beschädigt, bewegt oder entfernt werden. Viele Hausbesitzer wissen nicht, dass ihre Dämmung möglicherweise zu den alten, kritischen Materialien gehört.

Ältere KMF-Dämmstoffe verändern sich mit der Zeit: Sie können brüchig werden, die Fasern können sich ablösen und durch geringste Erschütterungen in die Raumluft gelangen. Kritisch wird es vor allem bei Renovierungsarbeiten – wenn beispielsweise alte Zwischendecken geöffnet, Leitungen erneuert oder Dachböden ausgebaut werden.
Während neue Mineralwolle als „biolöslich“ eingestuft wird und sich im Körper abbauen kann, gilt das für alte Produkte nicht. Deshalb werden diese Dämmstoffe als Gefahrstoff eingestuft und müssen unter Schutzmaßnahmen zurückgebaut werden. Fachbetriebe verwenden dabei staubarme Verfahren, persönliche Schutzausrüstung und spezielle Verpackungen, damit keine Fasern in Innenräume gelangen.
Eine professionelle KMF-Sanierung schützt nicht nur Bewohner, sondern verhindert auch eine weitere Belastung der Gebäudesubstanz. Anschließend können moderne, sichere Dämmstoffe eingebaut werden, die den energetischen Standard des Hauses deutlich verbessern.

Wo liegen KMF-Dämmstoffe typischerweise im Gebäude?

In Dachschrägen, Zwischendecken, Außenwanddämmungen und Installationsschächten. Diese Bereiche werden bei Sanierungen häufig geöffnet, wodurch Faserstaub freigesetzt werden kann.

Warum gelten alte KMF als gesundheitlich riskant?

Alte Mineralfasern können die Atemwege reizen und sind nicht biologisch abbaubar. Eine Bewertung durch einen Fachbetrieb zeigt, ob Materialalter, Zustand oder Nutzung des Bereiches eine Sanierung notwendig machen.

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